Komplexe Problematik

Die Vielfalt und Komplexität menschlicher Tumor-
krankheiten (über 100 unterschiedliche Krebsarten und noch mehr Krankheitsstadien) machen einen «einfachen, globalen Durchbruch» in der Tumorbehandlung unwahrscheinlich.

Vielmehr sind andauernde, seriöse Forschungs-
anstrengungen nötig, um die Vorsorge, Früherfassung und Behandlung bei jährlich mehr als 4000 neu an Krebs erkrankenden Patienten in unserer Landesregion zu verbessern.

Schrittweise zum Ziel

Entscheidende Fortschritte wurden in den letzten Jahrzehnten mit der Entdeckung und klinischen Erprobung tumorhemmender Medikamente erzielt: Mittels Chemo- und Strahlentherapie wurden Tumorkrankheiten wie Leukämien bei Kindern und jungen Erwachsenen, bösartige Lymphtumoren, Hoden- und Knochentumoren in hohem Masse heilbar.

Bei anderen Krebsarten, insbesondere bei Brust- und
Unterleibstumoren der Frau, brachten die modernen Behandlungsmethoden der Chemo- und Hormontherapie in Zusammenarbeit mit schonenden chirurgischen Eingriffen mehr Heilung, oder zumindest mehr Lebensqualität – wenn auch auf Zeit.

Viele Probleme sind dabei noch ungelöst – die
verantwortungsvolle Suche nach mehr Heilung und besserer Linderung muss daher weitergehen!

Neue Möglichkeiten: Prävention

Von besonderem Interesse sind derzeit neue Untersuchungen zur Krebsrisiko-Analyse samt Krebsgenbestimmungen und zur medikamentösen Verhütung der Entstehung bestimmter Tumorarten (sog. Chemo- und Hormonprophylaxe) vor allem bei familiär bzw. genetisch brustkrebsgefährdeten Frauen sowie bei Dickdarm- und Prostatakrebsgefährdeten Männern im «besten Alter».